Thema am 19.2.2018: Digitale Grundrechte

Wie sollten Gesellschaften, Gesetzgeber und Regierungen mit der 4. Revolution umgehen?
Welche neuen Gesetze oder sogar Grundrechte brauchen wir?
Inwieweit sind unsere persönlichen Rechte eingeschränkt und können wir das noch verhindern?

Andreas Weigend ist Autor des Buches: „Data for the people“  und fordert 6 digitale Grundrechte:

Das Recht auf Einblick in die Datenrendite,

das Recht auf Datenzugang,

das Recht auf Datenergänzung,

das Recht auf Datenanonymisierung in individuellem Umfang,

das Recht auf Datenmitnahme,

das Recht, mit unterschiedlichen Einstellungen der für die Verarbeitung genutzten Algorithmen zu experimentieren

 

Zitat der Rezenssion:

„In Weigends Buch geht es einerseits darum, dem Publikum – und gemeint ist damit eine breite Leserschaft, nicht nur der Datenanalysespezialist oder IT-Chef im Unternehmen – zu erklären, wie die Datenökonomie funktioniert und warum ihr Aufbau gerechtfertigt ist, auch wenn wir damit Teile unserer Privatsphäre aufgeben müssen. Nämlich deswegen, weil durch die Zusammenfassung heterogener und großer Datenmengen sowie deren Analyse beispielsweise mit neuronalen Netzen neue Dienste möglich werden, die jedem Einzelnen so viel nutzen, dass die Menschen das gegen die Privatsphäre aufwiegen und sich für die „kostenlosen“, in Wirklichkeit mit Daten bezahlten Services, entscheiden. Freilich, so Weigend im Gespräch, sei es für viele immer noch kaum vorstellbar, welche Erkenntnisse sogar schon ohne aktive Beteiligung der Anwender generiert werden könnten. „Man kann beispielsweise beim Auslesen eines Smart Meters an dem detaillierten Stromverbrauch erkennen, welche Geräte angeschlossen sind, weil jedes Gerät eine charakteristische Signatur hat“, erklärt Weigend.“